So entfernt man Rost an der Gusspfanne

rost-an-der-gusspfanneEine gusseiserne Pfanne ist eine Investition fürs Leben. Sie ist äußerst widerstandsfähig und mit der richtigen Beschichtung kaum zu zerstören. Eine winzige Schwachstelle hat sie aber doch.

Irgendwann zwischen den unzähligen, herrlichen Rumpsteaks und köstlichen Gemüsegratins, kann es durchaus einmal passieren, dass sich durch unachtsames Reinigen oder feuchte Lagerung etwas Rost an der Pfanne bildet. Rost ist eine einfache chemische Reaktion, die durch die Oxidation von Eisen mit Sauerstoff und Wasser ausgelöst wird ¹.

Wie bei allem zählt, je früher es entdeckt wird, desto leichter kann man es entfernen. Das Wenige, was man dazu benötigt, findet man meist in seiner eigenen Küche. Dank unserer zwei simplen Methoden strahlt die Pfanne im Nu wie neu gekauft.

Die Kartoffel-Salz-Methode

Die Kartoffel-Salz-Methode ² ist eine super einfache Methode, die Rostflecken auf der Eisenpfanne verschwinden zu lassen. Leider verursacht sie etwas Dreck und Unordnung, aber man kann im Leben nicht alles haben… oder doch.

Denn legt man die Arbeitsfläche vor Beginn mit alten Zeitungen aus oder erledigt den Job bei gutem Wetter gleich im Freien, wird die Küche beinahe gar nicht schmutzig währenddessen. Alles, was man dann noch braucht, ist grobkörniges Salz, Pflanzenöl und eine Kartoffel.

  1. Zuerst wird eine ordentliche Portion Salz in die Pfanne gestreut. Zur Orientierung – bei einer Pfanne mit einem Durchmesser von um die 30 cm kann man mit einer guten Handvoll Salz (circa 100 g) beginnen.
  2. Dann wird die Kartoffel so in die Hälfte geschnitten, dass eine der beiden Hälften später angenehm und fest in der Hand liegt.
  3. Mit der aufgeschnittenen Kartoffelseite reibt man das Salz kraftvoll auf der Pfanne ein.
    Die Feuchtigkeit der Kartoffel sorgt dafür, dass sich der Rost vom Eisen lösen kann. Für das schönste Ergebnis sollte man sich mit der Kartoffelhälfte und ordentlichem Druck in kreisartigen Bewegungen von innen nach außen arbeiten. Hat die Pfanne Grillrippen, fährt man an diesen entlang. Boden, Griff, Stiel und Seiten nicht vergessen.
  4. Je nachdem, wie rostig die Pfanne am Anfang ist, kann es ratsam sein, das inzwischen schlammig braun gewordene Salz durch Neues zu ersetzen.
    Das geht am einfachsten, indem man die Pfanne schnell ausspült, abreibt und neues Salz draufstreut.
  5. Sind alle Rostflecken ausnahmslos vernichtet, wird die Pfanne gut mit Wasser ausgespült und ordentlich trocken gewischt.
    Anschließend wird sie, am besten im Backofen, auf niedriger Temperatur ungefähr eine Minute lang erhitzt. So wird sichergegangen, dass absolut keine Feuchtigkeit mehr an ihr haftet.
  6. Ist die Pfanne durch und durch trocken, wird sie mit einer kleinen Menge Öl eingerieben und noch einmal für eine halbe Stunde auf dem Herd erwärmt.
    Dadurch wird eine neue Schutzschicht eingebrannt, welche die Pfanne so vor erneutem Rosten schützt.
  7. Tada! Schon glänzt die Pfanne funkelnagelneu. Um sie so gut wie möglich vor neuem Rost zu schützen, sollte sie in einem trockenen Schrank aufbewahrt und – das ist das Wichtigste – so oft wie möglich benutzt werden.

Die Essig-Einweich-Methode

Die Essig-Einweich-Methode ³ ist für die Pfannenliebhaber unter uns, denen das Einbrennen der Pfanne wenig ausmacht.

Um den Rost loszuwerden, braucht man Essig Essenz, mildes Spülmittel, einen Schwamm viel Wasser und Öl, um die zerstörte Patina am Ende wieder einzubrennen.

  1. Zuerst mischt man Essig und Wasser in gleicher Menge in einem Behälter, der so groß ist, dass die Pfanne ganz darin versinken kann. Bevor man sich verrückt macht – das Spülbecken tut es auch. Doch Vorsicht bei hellen Spülen – der Rost kann auch dort beim Ablösen Schmiere hinterlassen.Wie lange die Pfanne in der Essig-Wasser-Mischung einweichen muss, hängt davon ab, wie viel Rost sie angesammelt hat. Das kann im ärgsten Fall bis zu acht Stunden bedeuten. Wer seine Pfanne ganz gerne mag, sollte immer mal wieder ein Auge auf das Ganze werfen. Denn…
  2. …sobald sich die Rostflecken wie von selbst von der Pfanne lösen, muss sie aus dem Wasser genommen werden.Der Essig hat nicht nur auf Rost eine zerstörende Wirkung und fängt bald an, das Eisen selbst anzugreifen ⁴.
  3. Der kleine Nachteil bei der Essig-Einweich-Methode ist, dass die Essigmischung auch die Patina der Pfanne ablöst. Das Malheur ist aber schnell behoben.Nachdem der ganze Rost von der Pfanne geschrubbt worden ist, wäscht man sie mit Schwamm, Spüli und warmem Wasser ab, sodass sie am Ende frei von überbleibendem Essig ist. Danach wird sie zum Trocken kurz in den Backofen gestellt oder mit einem Tuch abgerieben.
  4. Nun kann das erneute Einbrennen beginnen. Die Pfanne muss vom Boden bis zum Stiel mit Pflanzenöl eingerieben werden und eine Stunde lang auf höchster Stufe in den Backofen.Bitte nicht vergessen, einen Auffangbehälter auf das Blech darunter zu stellen, da sich beim Erhitzen kleine Fetttröpfchen von der Pfanne lösen können. Danach die Pfanne abkühlen lassen. Um Rostflecken vorzubeugen, kann man seine Pfanne nach jedem Gebrauch mit einer Schicht Öl einreiben. Dadurch bildet sich nicht nur eine effektive Schutzwand, es bildet sich außerdem eine glattere Oberfläche – Win-win.
  5. Die Pfanne sollte immer in einem trockenen Platz mit wenig Luftfeuchtigkeit aufbewahrt werden. Man kann Eisenpfannen sogar stapeln.Alles, was man dazu tun muss, ist eine Serviette oder ein Papierhandtuch zwischen die einzelnen Gusspfannen zu legen.

 

Viel Spaß beim Grillen und Kochen in der rostfreien, glänzenden Gusspfanne!

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